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Geschichte

Gründung & Wachstum

Die erste schriftliche Erwähnung Stockholms stammt aus dem Jahr 1252, als die Stadt ein wichtiger Posten für den Eisenhandel in Bergslagen war. Der erste Teil des Namens (stock) bedeutet Stamm, während der zweite Teil (holm) für Inselchen steht.
Es wird gesagt, dass die Stadt von Birger Jarl gegründet wurde, um Schweden vor Angreifern von der See aus und zu schützen. Die strategische und wirtschaftliche Bedeutung der Stadt machte Stockholm zu einem wichtigen Faktor in der Beziehung zwischen den dänischen Königen der Kalmarer Union und der nationalen Unabhängigkeitsbewegung des 15.Jahrhunderts. Dem dänische König Christian II. gelang es 1520, in die Stadt einzudringen. Am 8. November 1520 fand das "Stockholmer Blutbad" statt, bei dem politische Opponenten getötet wurden. Das Massaker führte letztendlich zur Auflösung der Kalmarer Union.
Die Bevölkerung Stockholms begann zu wachsen, 1600 erreichte sie 10.000 Einwohner.

Pest, Krieg und Belebung

Im 17. Jahrhundert wuchs Schweden zu einer einflussreichen europäischen Macht heran. Dies zeigte sich auch in der Entwicklung der Stadt. Zwischen 1610 und 1680 versechsfachte sich die Einwohnerzahl. 1634 wurde Stockholm die offizielle Hauptstadt des schwedischen Reichs. Handelsrouten entstanden, die Stockholm wegen seiner Lage noch mehr Macht über das gesamte skandinavische Territorium zusprachen.
Zwischen 1713-1714 litt die Stadt stark an der Pest. Nach dem russisch-schwedischen Krieg und der Zerstörung vieler Stadtteile im Jahr 1721, stagnierte Stockholm. Das Bevölkerungswachstum hielt inne und das wirtschaftliche Wachstum verlief nur schleppend. Trotzdem schaffte es Stockholm, seine Position als politisches Zentrum Schwedens zu erhalten und entwickelte sich unter Gustav III. kulturell weiter. Ein Beispiel hierfür ist der Bau der königlichen Oper.
Mitte des 19. Jahrhunderts hatte Stockholm seine wirtschaftlichen Rolle wieder eingenommen, neue Industrien entstanden und Stockholm verwandelte sich in ein wichtiges Handels- und Dienstleistungszentrum. Auch die Bevölkerung wuchs rasch an, vor allem durch Zuwanderung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren weniger als 40% der Einwohner gebürtige Stockholmer. Das Stadtbild dehnte sich aus und Stockholm wurde zum kulturellen und bildungserzieherischen Zentrum.

Nach dem 2.Weltkrieg

Im späten 20. Jahrhundert wurde Stockholm zu einer modernen, technologisch-avancierten und ethnisch-diversen Stadt. Viele Industrien entfernten sich langsam aber sicher von den arbeitsintensiven Beschäftigungen hin zu den wissensbasierten Bereichen wie IT. Die Stadt dehnt sich immer weiter aus und so entstanden z.B. die Stadtteile Rinkeby, Tensta und Sollentuna, die allesamt eine Hohe Anzahl ausländischer Einwohner besitzen.

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